Die Römer in den Thermen: Behandlungen, Gesundheit und Mode [Teil 2]

Die durchgängige Besiedelung dieses Gebiets, in dem sich noch heute gut besuchte Thermen befinden, hat dazu geführt, dass die Spuren der Vergangenheit in vielen Fällen endgültig verloren gegangen und heute nur noch hier und da vereinzelt in einer Stadt erkennbar sind, die konstant weiter wächst.

 

Wichtige Daten der ersten systematischen Ausgrabungen, die in der Zeit von Ende des 18. Jh. bis Beginn des 19. Jh. durchgeführt wurden, sind in den Originalzeichnungen und Originalbeschreibungen von Salvatore Mandruzzato erhalten geblieben, Autor des dreibändigen Werks mit einer Reihe hochwertiger und detaillierter Tafeln: “Dei Bagni di Abano”, das in der Zeit von 1789 bis 1804 in Padua veröffentlicht wurde.

 

Sowohl die Bauwerke, die noch heute sichtbar sind, als auch die Bauwerke, die in der Vergangenheit gefunden und dokumentiert wurden, beziehen sich zum Großteil auf Anlagen zur Nutzung der Thermalwässer, einschließlich Becken und Kanalisationen, die oft mit Wohngebäuden verbunden und in einigen Fällen vermutlich der Öffentlichkeit zugänglich waren.

 

In der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätte von Montegrotto sind die drei großen Becken teilweise sichtbar erhalten, die Mandruzzato bereits dokumentiert hat und die über ein komplexes Kanalisationssystem auf mehreren Ebenen und eine Anlage mit Wasserrad zum Heben des Wasser verbunden waren, sowie mit Gebäuden für die Unterbringung und Entspannung der Besucher, wie Portiken, Räumlichkeiten, die vermutlich als Umkleideräume dienten, Entspannungsbereichen und Nymphäen und einem kleinen Theater für Aufführungen und Konzerte, das vermutlich überdacht war.

 

Auch an anderen archäologischen Stätten werden neue Erkenntnisse gewonnen, darunter bei den Ausgrabungen, die vom Master-Studiengang für Archäologie der Universität Padua durchgeführt werden und bei denen komplexe Strukturen freigelegt werden, die vermutlich zu einer sehr großen Wohn- und Thermalanlage gehören.

 

Text written by Prof. Paola Zanovello, Department of Ancient Sciences, University of Padua

 

 

 

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