Allgemeine Informationen

Die Herkunft der Mineral-Thermalwässer der Euganeischen Hügel war lange umstritten. Neuere Studien haben ein ausschließlich geothermales Kreislaufmodell nachgewiesen, das vom Vulkanismus unabhängig ist, der für die Entstehung der Hügel verantwortlich und zu alt ist, um eine aktive Wärmequelle zu bilden.

 

Das Vorhandensein von Mineral-Thermalwässern im Gebiet der Euganeischen Hügel wird auf die undurchlässige Schicht zurückgeführt, die Lavamassen in der Tiefe gebildet haben, und auf eine Reihe von Brüchen, die das Aufsteigen des Wassers erlauben, das vom Wasserdruck im darunter liegenden Becken an die Erdoberfläche gedrückt wird.

 

Messungen mit radioaktiven Stoffen zeigen, dass das Wasser mindestens 50 Jahre, wahrscheinlich aber Tausende oder Zehntausende von Jahren benötigt, um die Strecke vom Niederschlagsgebiet bis zum euganeischen Gebiet zurückzulegen.

 

Wenn das Wasser an die Erdoberfläche steigt, ist sein Mineralstoffgehalt direkt proportional zur Temperatur, die in den heißen Quellen bis zu 87°C erreichen kann.

 

 

Das Wasser wird an der Quelle durch das so genannten Homogene hydromineralische Becken der Euganeischen Hügel (Bacino Idrominerario Omogeneo dei Colli Euganei, kurz B.I.O.C.E.) geschützt, das in der Provinz von Padua das Gebiet der Gemeinden Abano Terme, Arquà Petrarca, Baone, Battaglia Terme, Due Carrare, Galzignano Terme, Monselice, Montegrotto Terme, Teolo und Torreglia umfasst und als undifferenziertes Becken anerkannt ist, da die chemischen Eigenschaften des Thermalwassers in diesem Becken überall die gleichen sind.

 

Die euganeischen Thermalwässer werden anhand der am weitesten verbreiteten, auf der Wassertemperatur basierenden Definition als hyperthermale Thermalwässer (T > 40°C) bezeichnet, da ihre Temperatur in einem Bereich von 60°C bis 86°C liegt. Das Becken befindet sich in einem felsigen, rissigen Substrat und in einigen sandigen Schichten mit Deckschicht aus dem Quartär, die einen hohen Mineralisierungsgrad besitzen und das Wasser vorwiegend mit einigen Verbindungen anreichen, die das Wasser aus pharmakologischer Sicht aktiv machen.

 

Aus den geochemischen und geochemisch-isotopischen Analysen lässt sich das Vorhandensein eines regionalen und ewigen geothermischen Systems ableiten, das einen einzigen Ursprung hat und aufgrund der besonderen geologischen und strukturellen Bedingungen das große euganeische Becken gebildet hat.

 

Anhand der hydrogeochemischen Kriterien können die euganeischen Thermalwässer als alkalisch chloriert, insbesondere als alkalisch natriumchlorathaltig bezeichnet werden, allerdings wird in der Regel aufgrund ihrer besonderen heilenden und therapeutischen Wirkung die klassische Bezeichnung verwendet, die auf der Klassifizierung von Marotta und Sica (1933) basiert und im medizinischen Bereich Verwendung findet und nach der die euganeischen Thermalwässer als salz-, brom- und jodhaltiges Wasser bezeichnet werden.

 

Das Gesundheitsamt (ULSS) von Padua hat über einen Zeitraum von zehn Jahren (1981-1990) 278 Proben analysiert und ermittelt, dass die Thermalwässer des euganeischen Beckens folgende Eigenschaften besitzen: “hyperthermal, hypertonisch, salz- und jodhaltig, geschützt vor Verunreinigungen, die von der Oberfläche stammen”.

 

Das euganeische Thermalwasser ist von grundlegender Bedeutung für die Reifung des Fangos in den dafür vorgesehenen Becken, da das Wachstum der besonderen mikroskopisch kleinen Algen, die ein charakteristisches Element mit heilender Wirkung des Thermalbeckens sind, einen hohen Gehalt an Mineralstoffen erforderlich macht.

 

Es handelt sich also um einen Distrikt, dessen Produktions- und Dienstleistungsfunktionen nicht an einen anderen Ort gebracht oder verlegt werden können, da sie nur vor Ort innerhalb der Grenzen nutzbar sind, die von ihrer logistischen und strukturellen Organisation und Verteilung vorgegeben sind.

 

(Bestimmungen für den Schutz des Europäischen Patents Nr. 1571203 und des italienischen Patents Nr. 0001355006 – CSTPdA)

 

 

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